top of page

Häufig gestellte Fragen

Zur Antwort, klicken Sie auf die Frage!

Inhalt des Trainings

Unsere Gruppe

Die Trainingsmethode

        Inhalt unseres Trainings       

1. Welche Systeme werden trainiert?

Anker 1

Wir decken den offenen Kampf (Hardskills) mit Elementen aus diesen Vollkontaktsystemen ab:

Standkampf:  Combatives, Streetboxing, Muay Thai
Ringkampf:    Combatives, StreetGreco, Bjj
Bodenkampf: Combatives, Brazilian Jiu Jitsu

Diesen Systemen ist aber die Trainingsmethode übergeordnet, die entscheidend für die Wirksamkeit darstellt. Die Techniken selbst findet man in diversen Hybridsystemen (z.B. Krav Maga). Es geht aber darum, wie hart & smart man diese trainiert.

 

Fitnessboxer können boxen, aber nicht kämpfen. Wir wollen die Systemen aber praktisch umsetzen können, daher verwenden wir dazu eine sparringbetonte Trainingsmethodik.
​​​

2. Schwerpunkt im Training?

Anker 2

Wir streben die umfassende Verteidigungsfähigkeit an. Das heißt: Alle Geschlechter und Gewichtsklassen können sich im Training in allen Distanzen untereinander messen. Wir teilen die Teilfähigkeiten jeweils einem Wochentag zu.

Dienstag:     Eher Schlagerisches

Donnerstag: Eher Ringerisches

Sonntag:      Gemischt​

3. Auf Techniken verzichten?

Im Gegensatz zu anderen Systemen verzichten wir auf Befreiungen aus kaum lösbaren Problemlagenund konzentrieren uns auf Bereiche, die sich tatsächlich verbessern lassen.


Daher:

Verzicht auf Highkicks

Verzicht auf reine Sporttechniken

Verzicht auf Combatives Strikes ala Fairbairn

Verzicht auf Partnerformen im Trockenmodus
Verzicht auf Griffabwehr gegen lasche Partner

Verzicht auf Gegenwehr bei Pistole am Kopf

Verzicht auf Gegenwehr bei Messer am Hals

Verzicht auf Dirty Tricks (Beißen, Kratzen, Eiertritte)

Die beste körperliche Selbstverteidigung ist Kämpfen können. Softskills sollen den Kampf im Vorfeld  verhindern. Sozial kompetente und reife Persönlichkeiten können das von vorneherein besser. 

Anker 3

        Unsere Gruppe        

4. Wer trainiert bei euch?

Anker 4

Es gibt zwei "Menschentypen" im Selbstschutzbereich, die sich quer durch alle Geschlechter, Gewichtsklassen etc. ziehen. 


Quickfixer - Wollen sich besser fühlen und verteidigen können. Dafür ist man bereit, einen Kurs zu machen und Geld dafür zu bezahlen. Man will bespaßt werden und erwartet leichte Tricks, um Angreifer mühelos besiegen zu können. Auf diese Kunden sind die meisten Selbstverteidigungskurse ausgerichtet (z.B. Krav Maga).


Angefixte - Sind Berufene, die Kampftraining für sich entdeckt haben. Man ist bereit regelmäßig zu erscheinen und sich auszuprobieren, auch wenn es anstrengend ist. Reale Kampffähigkeiten aufzubauen macht Spaß, der Notwehraspekt ist wichtig aber nicht entscheidend.

Das Probetraining ist dafür gedacht, den Typ für beide Seite zu identifizieren. Einsteiger wissen häufig selbst gar nicht, welche Ziele sie tatsächlich verfolgen, wir versuchen euch anzufixen und für ein regelmäßiges Training zu begeistern.

 

Unser Teilnehmenden:

⌀ Alter: 27 Jahre

 30% haben Vorerfahrung 

 60% sind Frauen

 70% sind AkademikerInnen

100% HobbysportlerInnen

5. Warum trainiert ihr?

Anker 5

Wir müssen trainieren, weil die Welt da draußen immer gefährlicher wird.

Frauen müssen sich schützen, weil hinter jeder Ecke ein Angreifer lautert.
(Achtung Ironie!)

Auch wenn man ständig von Vorfällen in den Medien hört, ist Gewalt in Österreich verhältnismäßig gering. Wer aus Angst vor einem Mord 3x pro Woche trainiert, müsste 15x pro Woche Fahrsicherheitstraining machen. Denn 2025 gab es in Österreich 74 Morde und 397 Unfalltote. Frauen werden zusätzlich eher vom Partner / Familie angegriffen bzw. getötet.

Tja - was machen wir jetzt? Sofort das Training einstellen? Nein. Wir müssen uns klar sein, was wir erreichen wollen. Wir trainieren wie Läufer - wer gerne und umsichtig läuft, hat im Notfall bessere Karten. Genauso ist es auch beim Kampfsport zur Selbstverteidigung. Wer sich regelmäßig gerne haut, bleibt unter zwischenmenschlichen Stress handlungsfähiger.

6. Euer ideologischer Ansatz?

Wer als EinsteigerIn in einen neuen Verein kommt, wird mit einer Gruppe konfrontiert, die sich über Jahre hinweg gebildet hat. Es entstehen oft Freundschaften und die Mitglieder eines Vereines sind nicht selten auch in anderen Dingen ähnlicher Ansicht. Das ist auch verständlich, weil sich Personen die andere Meinung sind aus dem Verein wieder zurückziehen.

Man weiß im Grunde nie, wo man hineinkommt. Sind das alle Rechte? Sind das alle Linke? Niemand weiß es. Es ist schwer, für einzelne Mitglieder zu sprechen, aber wir können den generellen Vibe so beschreiben:

Jeder ist bei uns willkommen, außer Personen die geistig und körperlich nicht dazu geeignet sind. Wir sind besonders frauenfreundlich, diskriminierend gegenüber toxischer Männlichkeit und offen für alle sexuellen Ausrichtungen, Geschlechter und Religionen.

Wir haben konservative und liberale Geister in unseren Reihen und sind stolz drauf, dass alle gemeinsam gerne miteinander trainieren. Unsere politische Einstellung ist der Hobbykampf, alles andere passt schon.

Anker 6

        Die Trainingsmethode        

7. Der Unterschied zu Anderen

Anker 7

Über die Jahrzehnte haben wir verschiedene Trainingsmethoden kennenlernen dürfen. Von Anfang an am besten sind wir mit dem Konzept von Matt Thornton gefahren, der methodische Übungsreihen in den Kampfkünsten systematisch kritisiert hat.

Einfach gesagt: Die meisten Kampfkünste machen zuviel Trockentraining und schleifen ihre Techniken nicht unter realen Bedingungen ein. Das liegt nicht daran, dass effektive Trainingsmethoden nicht bekannt sind - sondern weil die Zielgruppe einfach nicht wirklich hart trainieren will.

Sind wir die ausgewählte Elite? Nein. Wie alle Leidenschaftsgruppen sind wir sehr schnell zu einer vernünftigen Methode gelangt. Das liegt daran, dass jeder von uns die Techniken ausprobieren will - und das so schnell wie möglich.

Sparring macht Spaß und lässt sich leichter in den Echtkampf übernehmen, wenn man es praktisch aufbaut. Wir trainieren gleich wie andere (ähnliche) Hybridgruppen und verzichten auf langes Trockentraining und versuchen die Techniken möglichst früh an einem widerspenstigen Gegner auszuprobieren.

8. Aliveness als Grundlage

Anker 8

Vereinfach dargestellt ist Aliveness die Idee, drei Dynamiken eines Echtkampfes herauszustellen und diese zu trainieren.

Timing - Aktionen & Reaktionen sind unberechenbar und müssen daher auch im Training so geübt werden. Wir sollten nicht wissen, welche Technik der Partner gleich einsetzen wird.

Energie - Der Partner muss einen wirklichen Angriffsdruck bringen - den im Echtkampf wehrt sich der Angreifer auch erheblich gegen unsere Techniken

Bewegung - Der Partner darf nicht einfrieren und sich besiegen lassen. Er muss zucken, flüchten und verzögern.

Das Konzept von Aliveness stammt von Matt Thornton, der sich an Bruce Lee orientiert hat.

9. Was man hoffen darf!

Anker 9

Der weltbeste Selbstverteidigungskurs vermittelt entweder falsches Selbstbewusstsein oder ein Gefühl der Hilflosigkeit. Eine goldene Mitte lässt sich nur schwer finden, weil der beste Kurs einen Einblick und keine Kompetenzen bilden kann. Das merkt man sofort, wenn man Kursteilnehmende unter Stress setzt und sie von ihrem Trockentraining im Stich gelassen werden.
 

Wir wollen aber mehr. Wir wollen echtes Selbstvertrauen welches durch Erfolgs- und Frustationserfahrungen geschmiedet wurde. Im Training merkt man schnell, dass man außerhalb der eigenen Gewichtsklasse durchaus seine Probleme hat. Der Echtkampf ist eine Leistung am absoluten körperlichen Limit und überlegene Gegner lassen sich selten mühelos besiegen. Man gibt aber nicht deswegen auf sondern akzeptiert, dass gewisse Gewaltprobleme nicht ohne Waffen gelöst werden können.

Eine Analogie:

Ein Sicherheitsgurt rettet mich bei Unfällen. Bei 200 Kmh gegen die Mauer hab ich trotzdem keine Überlebenschance. Ich trage trotzdem meinen Gurt - weil ich damit die meisten Fälle besser überstehen kann.
So ist das auch mit Notwehr - die meisten Fälle gehen auch ohne Training glimpflich aus. Mit Training bekomme ich ein paar %-Punkte extra hinzu und investiere meine Zeit auch noch sinnvoll.

 

Das Glück bevorzugt den, der vorbereitet ist.

​​

​© 2026 Jörg Sagmeister

bottom of page